Theaterpark
3 Installationen in Baucontainern
22. – 29. Juni 2013, 15.00 – 23.00 Uhr
Elena Herold (HfG)
IMMER ZU, IMMER ZU
Interaktive Raum-Klang-Installation
Sie hetzten sich ja hinter dem Tod drein.
Woyzeck
Wozzeck findet zu nichts mehr einen Draht. Doch trotz dieser fehlenden Verbindungen ist er stark gebunden und festgehalten. Daraus entstand die Idee eines Rohbaus, bei dem die Drähte bzw. die Stahlstangen fest in ein Fundament gegossen sind, aber doch ins Leere führen. Schließlich kippt die Situation, wie auch in der Installation die Wände gekippt sind, also der Boden zur Wand wird. Der Ton besteht aus verschiedenen Geräuschen von Faktoren, die Wozzeck in seinem Leben hetzen. Durch die Stahlstäbe wird ein Magnetfeld erzeugt, welches sich verändert, wenn jemand die Installation betritt oder die Stäbe berührt, was dazu führt, dass der Ton sich in Lautstärke und Geschwindigkeit verändert und dieses Hetzen verstärkt wird.
David Rittershaus (ATW)
DIE STADT - PASSANTEN
Videoinstallation
Der urbane Raum unserer Zeit ist voller Kameras, die für Sicherheit stehen und die vor allem die Überwachung ermöglichen. Es ist die Perspektive der Macht, der Blick von oben auf das, was unten ist. Was ist unten? Die Menschen, die ihre mehr oder weniger alltäglichen Wege gehen und dabei die Orte zu Räumen machen. Ihre Schritte schreiben Geschichten. Jeder Versuch, die Geschichten zu kartografieren oder aufzuzeichnen scheint vergeblich, denn es verlangt, die Perspektive der Gehenden zu verlassen, und die Unmittelbarkeit der Handlung geht in der Aufzeichnung verloren. Die Stadt – Passanten bleibt in der Perspektive der Vorübergehenden, gewährt einen Blick auf die Geschichten und lenkt das Auge auf die Details. Es ist die Suche nach einer Kamera, die nicht dem Blick der Überwachung
Eva Könnemann
ENSEMBLE
Inszenierter Dokumentarfilm, Germany 2010
ca. 80 Min., Loop
Eva Könnemann zeigt in ihrem Film die Essenz der Theaterarbeit: die Probe. Der Regisseur Nikola Duric von Showcase Beat le Mot soll Büchners Dantons Tod inszenieren. Doch vor dem Sieg steht der Kampf. Wie revolutionäres Theater machen, wenn es schon so schwierig ist, überhaupt zusammenzufinden?
Mit freundlicher Unterstützung des ZDF.
































































