• Kontakt
  • Impressum
  • Presse
  • Spielzeit 2017-2018
    • Musiktheater
    • Schauspiel
    • Tanztheater
    • Kinder- und Jugend
    • Konzerte
    • Extras + Gastspiele
    • Theater unterwegs
    • kurzweilamt
    • Festivals
  • Archiv Übersicht
Musiktheater
Schauspiel
Tanztheater
Kinder- und Jugend
Konzerte
Extras + Gastspiele
Theater unterwegs
kurzweilamt
Festivals
Willkommen_mitSchrift_02
Hände_mitSchrift_01
Auftaucher_mitSchrift_02
Füchse_mitSchrift_02
Sommernacht_mitSchrift_01
Herbstmanöver_mitSchrift_02
Ariadne_mitSchrift_01
Füchse_mitSchrift_03
Cross_mitSchrift_01
Babbel_mitSchrift_01
Herbstmanöver_mitSchrift_03
Schwanda_mitSchrift_02
Buch_mitSchrift_01
Hände_mitSchrift_02
Schwanda_mitSchrift_01
Rio_Reiser_mitSchrift_01
Füchse_mitSchrift_01
Rio_Reiser_mitSchrift_02
Cross_mitSchrift_02
Willkommen_mitSchrift_01
  • Spielzeit 2017-2018
  • Pressedetail

Pro­gramm der küh­nen Ge­gen­sät­ze - Gießener Anzeiger
24.04.2018

Kam­mer­kon­zert mit Wer­ken für Po­sau­ne und Har­fe und wei­tem mu­si­ka­li­schen Bo­gen im Stadt­thea­ter

Welch wun­der­ba­re Zu­sam­men­stel­lung: Po­sau­ne und Har­fe! Kon­trast­reich und har­mo­nisch zu­gleich. Al­ler­dings sind gu­te Mu­si­ker nö­tig, da­mit bei­de In­stru­men­te voll zur Gel­tung kom­men. Hye-Jin Kang (Har­fe) und Kurt Förs­ter (Po­sau­ne), die be­reits mehr­fach zu­sam­men als Duo „Him­mel und Er­de“ auf­ge­tre­ten sind, ha­ben die­se Auf­ga­be beim jüngs­ten Kam­mer­kon­zert im Stadt­thea­ter mit Bra­vour ge­löst.

Gleich ver­ra­ten sei hier das „Über­ra­schungs­stück“ des Vor­mit­tags, ei­ne Ro­man­ze für Alp­horn und Har­fe von Stef­fen Burk­hardt. Da­zu tausch­te Förs­ter sei­ne Po­sau­ne ge­gen das rie­si­ge Blas­in­stru­ment aus der Al­pen­re­gi­on, und da­mit al­les zu­sam­men pass­te, zupf­te Hye-Jin Kang ih­re Har­fe wie ei­ne Zit­her. Das hör­te sich rich­tig nett an.

Zu Be­ginn stell­ten die bei­den Mu­si­ker schon die gan­ze Band­brei­te ih­res Kön­nens mit zwei Stü­cken aus dem Früh­bar­ock von Gio­van­ni Mar­ti­no Ce­sa­re und Gi­ro­la­mo Fre­sco­bal­di vor. Be­son­ders tie­fe Klän­ge der Po­sau­ne lei­ten ei­ne fröh­li­che Fol­ge hö­fi­scher Tän­ze ein.

Die ge­bür­ti­ge Süd­ko­rea­ne­rin Hye-Jin Kang de­bü­tier­te mit 14 Jah­ren als Har­fen­so­lis­tin mit dem Ko­re­an Sym­pho­ny Or­ches­tra. Die Preis­trä­ge­rin ist in meh­re­ren Opern­häus­ern und Rund­funk­or­ches­tern zu hö­ren und gern ge­se­he­ner Gast in Gie­ßen. Kurt Förs­ter ist So­lo­po­sau­nist im Phil­har­mo­ni­schen Or­ches­ter Gie­ßen. Da­ne­ben tritt er auch bei Kam­mer­kon­zer­ten in Er­schei­nung.

In der Tat war es ein Pro­gramm der küh­nen Ge­gen­sät­ze. Es folg­te „En Ba­te­au“ von Clau­de De­bus­sy, ganz dem aus­druckss­tar­ken im­pres­sio­nis­ti­schen Kom­po­si­ti­ons­stil ver­haf­tet. Eben­falls im Klang des Im­pres­sio­nis­mus ist das klei­ne So­los­tück­chen „Im­promp­tu pour la har­pe“ von Ga­bri­el Fau­ré, das die Har­fe­nis­tin ele­gant und mit tech­ni­scher Bril­lanz vor­stell­te.

Ei­nen Sprung ins 20. Jahr­hun­dert er­leb­ten die Zu­hö­rer mit den fol­gen­den „He­bri­den Sket­ches“, die in vier kur­zen Sät­zen jaz­zi­ge, sam­te­ne Klän­ge er­klin­gen lie­ßen. Hier war das Wech­sel­spiel der bei­den In­stru­men­te be­son­ders gut zu ver­fol­gen.

Gleich drei Stü­cke aus der Zeit der Ro­man­tik wa­ren zu hö­ren, kom­po­niert von Ju­les Mas­se­net, Al­bert Rous­sel und Al­phon­se Hass­el­mans. Letz­te­rer hat­te ein So­los­tück­chen für Har­fe kom­po­niert, das mit sei­nen schmel­zen­den Klän­gen an Film­mu­sik er­in­ner­te und von Hye-Jin Kang in ei­ner schat­tie­rungs­rei­chen In­ter­pre­ta­ti­on dar­ge­bo­ten wur­de.

Auch hu­mo­ris­ti­sche Fa­cet­ten klan­gen an, mit den tie­ri­schen Mi­nia­tu­ren für Te­nor­po­sau­ne „Fu­ni­mals“, die der ehe­ma­li­ge Gie­ße­ner Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor Ste­fan Mal­zew ex­klu­siv für Kurt Förs­ter kom­po­niert hat. Un­schwer zu er­ken­nen das durch­drin­gen­de Ele­fan­ten­po­sau­nen im er­sten Satz „The Ele­phant­Mis­qui­to­Jump“, ge­ra­de­zu hin­ter­häl­tig klang das Stück durch Dämp­fer­ein­satz in „The Cro­co­di­les Mi­les Blues“. Mit quir­li­ger Vi­ta­li­tät stell­te sich schließ­lich „The Tur­bo Mon­key­fox“ vor. Ein rich­ti­ges Pa­ra­de­stück für Kurt Förs­ter.

Stim­mungs­vol­le und rhyth­mi­sche Stü­cke des be­rühmt­en Tan­go-Kom­po­nis­ten As­tor Pi­az­zol­la run­de­ten den mu­si­ka­li­schen Streif­zug ab. Das Pu­bli­kum war be­geis­tert, als Zu­ga­be spiel­ten die Mu­si­ker ein Stück aus dem „Kar­ne­val der Tie­re“ von Ca­mil­le Saint-Sa­ens.

Ulla Hahn-Grimm, 24.04.2018, Gießener Anzeiger

© 2018 Stadttheater Giessen
IMPRESSUM DATENSCHUTZ PRESSE
Nach oben